
Release polar 11: Lesung - Diskussion – Konzert – Party Wieviel Sicherheit? Risiko und Angst in der entsicherten Welt | Dienstag, 13. Dezember 2011, 19.30 Uhr // Sophiensaele, Sophienstraße 18, Berlin Eintritt frei
„Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit in einer Welt in der nichts sicher scheint“ singen die Chart-Breaker Silbermond und treffen damit den Zeitgeist. Während früher „Wagnis“ und „Risiko“ die Zauberworte waren, so scheint es heute gerade der Schutz vor den Risiken der Welt zu sein, der schon die Jugend umtreibt. Vom Rest ganz zu schweigen. Entsprechend sehen etwa die Goldenen Zitronen in Silbermond „die unwidersprochene Speerspitze des popkulturell verhandelten Sicherheits-Dispositivs“. polar geht diesem neuen Sicherheitsbegehren auf den Grund. Sicherheit war bislang die Leitmelodie der Konservativen. Heute vernimmt man das Leiden an Flexibilisierung und Mobilisierung von allen Seiten. „Lebe wild und gefährlich“ – das war einmal. Unter dem Eindruck von Prekarisierung und Desolidarisierung, Terrorgefahr und Arbeitswandel, Finanzkrise und Klimazerstörung hat sich die Matrix verschoben. In einer entsicherten Welt wächst die Nachfrage nach Stabilität. Angst scheint der Ratgeber der Stunde. Ein guter Ratgeber? Wenn wir über Sicherheit reden, reden wir auch über Freiheit. Denn Freiheit enthält Risiken. Was geschieht eigentlich unter dem Sicherheits-Dispositiv mit unseren Wünschen nach Selbstbestimmung und Emanzipation? Freiheit kann Sicherheit gefährden, aber gelebte Freiheit setzt auch Sicherheit voraus. polarkreis e.V. feiert die elfte Ausgabe in den Sophiensaelen mit Lesung, Podiumsdiskussion Konzert und Party. Es geht um das Widerspiel von Sicherheit und Risiko mit Blick auf die alltägliche Lebensführung, auf Lebensformen und Lebensstile. Mit Blick auf Arbeit und Alter, Freundschaft und Beziehung. „Nickt der Kopf nur noch mit, weil die Furcht alles ist und das Leben nur im Fünfwürstchengriff?“ Hoffentlich nicht. Lesung: Philipp Schönthaler (Autor; "Nach oben ist das Leben offen") Diskussion: Christiane Rösinger (Musikerin, Autorin) Kendra Briken (Soziologin, Universität Bremen) Thomas Biebricher (Politikwissenschaftler, Goethe Universität Frankfurt am Main) Jens Friebe (Musiker, Autor) Moderation: Peter Siller / Bertram Keller (polar) Christiane Rösinger spielt im Anschluss einige ihrer fantastischen Lieder. im Anschluss Party mit Jens Friebe und Julie Miess (Britta / I.M. Monster) vom polar-DJ-Team | 
 | Release polar 10: Theaterperformance - Diskussion - Party Endlich! Der Tod in Leben und Kunst | 30. April 2011, 19.30 Uhr // Sophiensaele, Sophienstraße 18, Berlin Eintritt frei
Die Zeitschrift polar lädt aus Anlass des Erscheinens ihrer 10. Ausgabe wieder in die Sophiensaele. Über die Endlichkeit – und was aus ihr folgt – gemeinsam nachzudenken und zu sprechen ist wahrscheinlich eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft. Niemand will sie an sich heranlassen. Niemand sich mit ihr befassen. Zumindest solange, bis sie bei Angehörigen, Freunden oder einem selbst anklopft. Und so vertagen wir das Leben, unsere Wünsche und Sehnsüchte. Heute nochmals in Büro. Morgen ist auch noch ein Tag. Wirklich? Sich den Tod schön reden ist eine Möglichkeit: Schritt ins ewige Leben, ewige Widerkehr, etwas schaffen, das bleibt. Ihm Rechnung zu tragen eine andere. Dann lautet die entscheidende Frage: Gibt es ein Leben vor dem Tod? Und was müssen wir dafür tun, was lassen? Der Tod als Aufruf zu leben. Dabei macht es doch einen Unterschied ums Ganze, ob wir vergehen oder ob wir ewig leben. Man muss nicht wie Elias Canetti dem Tod den Krieg erklären um zu begreifen: Du hast nur dies eine Leben. Und wir sollten uns darüber austauschen, was daraus folgt – individuell, im engen Kreis, aber auch gesellschaftlich und politisch. Fragen wir also nochmals philosophisch nach dem Skandal des Todes und wie wir mit ihm umgehen sollen. Fragen wir politisch nach einer Lebensführung und einer Gesellschaft, die dem Memento Mori Rechnung trägt. Und wo Philosophie und Politik schweigen: Schauen wir auf die Kunst als Bearbeiterin dieser Fragen. Eine Veranstaltung über den Tod als Skandal und Politikum, über das Leben in der Immanenz, über große und kleine Tode. All das diskutieren wir mit interessanten Gästen aus Philosophie, Kulturwissenschaft und Politik.
polarkreis e.V. feiert die zehnte Ausgabe in den Sophiensaelen mit Präsentation, Podiumsdiskussion und anschließendem Tanz in den Mai mit Jens Friebe und Julie Miess (Britta / I.M. Monster) vom polar-DJ-Team. Am Beginn des Abends steht eine kurze Performance zum Thema Tod von der Theatergruppe "Rom/Karthago" aus Anlass des 15. Todesjahres von Heiner Müller. Die Diskussion findet statt mit Thomas Macho (Kulturwissenschaftler, HU Berlin, Die neue Sichtbarkeit des Todes) Petra Gehring (Philosophin, TU Darmstadt, Theorien des Todes) Peter Siller (polar) u.a. Moderation: Bertram Keller (polar)
im Anschluss: Tanz in den Mai mit Jens Friebe und Julie Miess (Britta / I.M. Monster) vom polar-DJ-Team
Zu den DiskutantInnen:
Thomas Macho ist seit 1993 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit einer Arbeit über Todesmetaphern habilitierte er sich 1983 für das Fach Philosophie an der Universität Klagenfurt. In dem von ihm mit Kirstin Marek herausgegebenen Buch Die neue Sichtbarkeit des Todes wird die Frage nach zeitgenössischen Visualisierungsstrategien des Todes und der Toten anhand von zahlreichen Beispielen aus Künsten und Medien diskutiert. Macho war Mitbegründer des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik und von 2006 bis 2008 Dekan der Philosophischen Fakultät III. Von 2008 bis 2009 war er Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar. Von Beginn des Sommersemesters 2009 bis zum Ende des Wintersemesters 2010/2011 war er Direktor des Instituts für Kulturwissenschaft.
Petra Gehring ist Professorin für Theoretische Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt. Zu ihren letzten Veröffentlichungen zählen u.a.: Theorien des Todes zur Einführung (Junius 2010) und Traum und Wirklichkeit. Zur Geschichte einer Unterscheidung (Campus 2008).
Peter Siller ist Leitender Redakteur der Zeitschrift polar. Er arbeitet als Scientific Manager des Exzellenzclusters »Formation of Normative Orders« an der Goethe Universität Frankfurt/M. Zuvor Leiter der Inlandsabteilung der Heinrich Böll Stiftung und Mitglied des Planungsstabs im Auswärtigen Amt. Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie. Zahlreiche Veröffentlichungen zu politischer Theorie und Praxis. In der 10. Ausgabe von polar findet sich ein Aufsatz zu Endlichkeit und Emanzipation mit Blick auf Herk Harveys Film Carnival of Souls.
u.a.
polar-DJs Tanz in den Mai:
Jens Friebe studierte Musikwissenschaft, Anglistik und Philosophie und spielte in Bands wie Bum Khun Cha Youth und Parka. Bislang sind von Jens Friebe 4 Soloalben erschienen. Neben seiner Tätigkeit als Solokünstler spielt Jens Friebe Schlagzeug bei der Berliner Band Britta und ist als Journalist und Autor tätig, unter anderem für Intro & Hommage.
Julie Miess ist Musikerin bei Britta, Jens Friebe und I.M. Monster sowie gefragte Horror-Expertin. Sie hat ihre Doktorarbeit (Neue Monster. Postmoderne Horrortexte und ihre Autorinnen) zu weiblichen Monstern geschrieben. Für den von ihr verehrten Musiker Lemmy Kilmister von der Gruppe Motörhead schreib sie den Titel “Lemmy, I’m a feminist, but I love you all the way”, den sie mit ihrem Projekt I.M. Monster vertonte.
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 | Release polar 9: Präsentation - Diskussion - Party „Ein besseres Morgen. Fortschritt“ | | 3. Dezember 2010, 19.30 Uhr // Sophiensaele, Sophienstraße 18, Berlin Eintritt frei Fortschritt war einst das Zauberwort der Linken, um der Hoffnung und der Zuversicht auf ein besseres Morgen Ausdruck zu geben. Mit der Aufklärung verband sich auch der Glaube an kulturellen und moralischen Fortschritt. Mit dem technologischen und ökonomischen Fortschritt verband sich die Hoffnung auf einen entsprechenden sozialen Fortschritt. Und selbst die Weiterentwicklung der Demokratie war Gegenstand der Fortschrittsidee. Heute scheint der Optimismus von Fortschritt passé. Wenn es schon kein Zurück in eine goldene Vergangenheit gibt, dann soll doch wenigstens alles so bleiben wie es ist. In den meisten Feuilletons regiert der Kulturpessimismus. Die Welt: zu laut, zu bunt, zu schnell. Applaus der Intellektuellen ist sicher. Aber die Kraft zu notwendigen Veränderungen gerade im sozialen und ökologischen Bereich kann unsere Gesellschaft nur aufbringen, wenn wir den Fortschrittsgedanken wieder entdecken und neu formulieren. Jede Gesellschaft braucht Aussicht auf eine Veränderung zum Besseren, braucht Ziele und Visionen. Grundlage einer politischen Idee des Fortschreitens kann dabei kein naiver Fortschrittsglaube sein, sondern nur eine intensive kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Fortschritts, der Utopie und der Idee menschlicher Entwicklung insgesamt. Diese Fragen diskutieren wir mit interessanten Gästen aus Wissenschaft, Politik und Kultur. polarkreis e.V. feiert die neunte Ausgabe in den Sophiensaelen mit Präsentation, Podiumsdiskussion und anschließender Party mit dem polar-DJ-Team Diskussion mit Ralf Fücks (Heinrich Böll Stiftung) Ina Kerner (Politikwissenschaftlerin, Humboldt Universität) Tobias Dürr („Berliner Republik" / Progressives Zentrum) Moderation: Peter Siller (polar) im Anschluss Party mit dem polar-DJ-Team Zu den DiskutantInnen:
Tobias Dürr ist Vorsitzender und Initiator des Progressiven Zentrums. Politikwissenschaftler, Publizist, Buchautor, Redenschreiber und Politikberater. Seit 2001 unter anderem Chefredakteur der ZeitschriftBerliner Republik in Berlin. Zuvor Hochschuldozent sowie Politik- und Essayredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit".
Ralf Fücks ist Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung. Er publiziert in den großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen, in internationalen politischen Zeitschriften sowie im Internet zum Themenkreis Ökologie-Ökonomie, Politische Strategie, Europa und Internationale Politik.
Ina Kerner ist Juniorprofessorin am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Letzte Buchveröffentlichung: Differenzen und Macht. Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus (Campus 2009)
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 | Release polar 8: Lesung - Diskussion - Party ''Unterm Strich. # Leistung'' | 4. Juli 2010, 19.30 Uhr // Sophiensaele, Sophienstraße 18, Berlin
Der Streit um Leistung Wer verdient was?
Ein polar-Abend in den Sophiensaelen zu einem Begriff, der gerade in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise bewegt. Leistung muss sich wieder lohnen« - mit diesem Slogan gewinnt man heutzutage Wahlen. Effizienz und Leistungssteigerung sind Diktum unserer Zeit und längst nicht mehr nur in wirtschaftlichen Zusammenhängen gültig. Dabei bleibt allerdings völlig unklar, was mit »Leistung« eigentlich gemeint sein könnte. Geld gibt es im Casino-Kapitalismus nicht für Anstrengung, sondern für Gewinne. Und vielen Menschen, die gerne etwas einbringen würden, ist der Weg in Arbeit und Einkommen versperrt. Leistung steht überdies immer in Relation zu den Ausgangsbedingungen. Herkunft, Talente und Handicaps spielen eine größere Rolle, als der uniforme Leistungsgedanke uns weismachen will.
polar nimmt an diesem Abend den Leistungsbegriff unter die Lupe: Welche Vorstellungen von Leistung gibt es? Welche Kriterien? Welche Kritik? Wer verdient was? Eine Veranstaltung zu Anstrengung und Erfolg, Reichtum und Rendite, soziale Blockaden und nicht zuletzt über den Mythos von der Leistungsgesellschaft. Diese Fragen diskutieren wir mit Interessanten Gästen, die uns weiter helfen könnten.
polarkreis eV feiert die achte Ausgabe in den Sophiensaelen mit Kurzpräsentation, Lesung, Podiumsdiskussion und anschließender Party.
Begrüßung / Heftvorstellung:
Peter Siller (polar)
Lesung:
Kathrin Passig
Diskussion:
Christoph Menke (Philosoph, Universität Frankfurt am Main)
Kathrin Passig (Schriftstellerin)
Fritz Kuhn (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
Moderation: Robin Celikates (polar)
Party:
polar-DJ-Team
Zu den DiskutantInnen:
Christoph Menke ist Philosoph und Germanist und seit 2009 Professor für Philosophie in Frankfurt am Main. Er arbeitet schwerpunktmäßig zu Themen Politischen Philosophie und Rechtsphilosophie Demokratie und Gleichheit; Geschichte und Begriff subjektiver Rechte; zu Theorien der Subjektivität (Fähigkeiten und Handeln; Geist und innere Natur), zur Ethik (Gelingen und Misslingen; Theorien des Tragischen) und zur Ästhetik (Ästhetik der Moderne; Tragödie und Theater).
Kathrin Passig ist eine Journalistin und Schriftstellerin. Dem von der ZIA betriebenen Weblog Riesenmaschine, an dem Passig sowohl inhaltlich als auch in der Entwicklung der Software maßgeblich beteiligt ist, wurde 2006 ein Grimme Online Award verliehen. Mit ihrem literarischen Debüt, der Erzählung Sie befinden sich hier, die in der Form des inneren Monologes Not und Verwirrung einer im Schnee erfrierenden Person schildert, gewann Passig 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Kelag-Publikumspreis bei den Klagenfurter Tagen der Deutschsprachigen Literatur.
Fritz Kuhn ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag und Politischer Koordinator des Arbeitskreises I für Wirtschaft, Arbeit und Soziales der Fraktion. Er ist zudem Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie des Deutschen Bundestages.
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 | Release polar 8 ''Unterm Strich. # Leistung'' | 2. Juni 2010, 20.00 Uhr // karl marx buchhandlung, Jordanstr. 11, Frankfurt/M.
Was heißt "Leistung"?
Deutungen eines umkämpften Begriffs
Ein polar-Abend in der karl marx buchhandlung zu einem Begriff, der gerade in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise bewegt. "Leistung muss sich wieder lohnen" - mit diesem Slogan gewinnt man heutzutage Wahlen. Effizienz und Leistungssteigerung sind Diktum unserer Zeit und längst nicht mehr nur in wirtschaftlichen Zusammenhängen gültig. Dabei bleibt allerdings völlig unklar, was mit »Leistung« eigentlich gemeint sein könnte. Geld gibt es im Casino-Kapitalismus nicht für Anstrengung, sondern für Gewinne. Und vielen Menschen, die gerne etwas einbringen würden, ist der Weg in Arbeit und Einkommen versperrt. Leistung steht überdies immer in Relation zu den Ausgangsbedingungen. Herkunft, Talente und Handicaps spielen eine größere Rolle, als der uniforme Leistungsgedanke uns weismachen will.
polar nimmt an diesem Abend den Leistungsbegriff unter die Lupe: Welche Vorstellungen von Leistung gibt es? Welche Kriterien? Welche Kritik? Wer verdient was? Eine Veranstaltung zu Anstrengung und Erfolg, Reichtum und Rendite, soziale Blockaden und nicht zuletzt über den Mythos von der Leistungsgesellschaft. Diese Fragen diskutieren wir mit interessanten Gästen, die uns weiter helfen könnten
Diskussion mit
Kai Dröge (IfS, "Rückkehr der Leistungsfrage")
Kendra Briken (Goethe Universität, "Arbeit und Subjekt in der privaten Sicherheitsindustrie«)
Thomas Biebricher (Goethe Universität, "Variationen des Neoliberalismus und ihre Transformation")
Moderation: Peter Siller (polar), Martin Saar (polar)
Zu den DiskutantInnen:
Kai Dröge, 1972, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität von Lausanne und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main sowie Dozent an der Hochschule Luzern Wirtschaft. 2008 erschien von ihm der zusammen mit Kira Marrs und Wolfgang Menz herausgegebene Sammelband "Rückkehr der Leistungsfrage. Leistung in Arbeit, Unternehmen und Gesellschaft" (edition sigma).
Kendra Briken, 1972, lehrt am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe Universität Frankfurt/M. Aktuelle Projekte sind »Arbeit und Subjekt in der privaten Sicherheitsindustrie« und »Grenzen des Gendermainstreaming? Professionalisierung der akademischen (Selbst)Verwaltung und die Beharrlichkeit von >doing gender<«
Thomas Biebricher, 1974, ist Nachwuchsgruppenleiter (Variationen des Neoliberalismus und ihre Transformation) am Exzellenzcluster 'Herausbildung normativer Ordnungen' and der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2005 erschien Selbstkritik der Moderne. Habermas und Foucault im Vergleich (Campus).
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 | polar präsentiert Die Zukunft der Demokratie. Parteien – Bewegungen - Institutionen | Montag, 30. November 2009, 19.30 Uhr / karl marx buchhandlung / Jordanstr. 11 / Frankfurt am Main
Um die Demokratie ist es hierzulande ruhig geworden. Zu ruhig. Und selbst im Wahlkampf war von politischer Auseinandersetzung wenig zu spüren. Unter Bedingungen zerfasernder Staatlichkeit verändern sich die Orte politischer Entscheidung ebenso wie deren Spielregeln. Die Rolle der Medien hat sich verändert, das Fünf-Parteien-System gehört der Vergangenheit an, Experten und Kommissionen definieren, was dem Gemeinwohl vermeintlich förderlich ist. Gleichzeitig entstehen neue Orte, neue Formen und neue Öffentlichkeiten. polar fragt in der Frankfurter karl marx buchhandlung: Wie steht es um die Zukunft unserer Demokratie? Wo liegen Chancen und Potenziale, wo Risiken und Gefährdungen? Was erwarten wir von den Parteien? Was von „sozialen Bewegungen“? Was lässt sich noch auf nationaler Ebene regeln, was gehört auf die lokale Ebene und welche Rolle spielt Europa für die Demokratie der Zukunft? Diese Fragen diskutieren wir mit Interessanten Gästen, die uns weiter helfen könnten.
Diskussion mit: Prof. Sandra Seubert (Politikwissenschaftlerin, Goethe-Universität) Tarek Al-Wazir (Grüner Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag) Prof. Andreas Niederberger (Politischer Philosoph, Goethe-Universität)
Moderation: Peter Siller, Martin Saar (polar)
Zu den DiskutantInnen:
Sandra Seubert ist Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Theorie an der Goethe-Universität. Zuvor Vertretung der Professur für Politische Theorie an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. 02/08: Abschluss des Habilitationsverfahrens mit dem Vortrag: Was interessiert uns am Privaten? Probleme liberaler Selbstbeschränkung. 09/00 – 04/01: Visiting Scholar an der New School University, New York (post-doc Förderung durch die DFG). seit 04/00: Wissenschaftliche Assistentin an der Universität Potsdam, LS Prof. Behrmann. WS 98/99: Lehrbeauftragte am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. 1998 – 1999: Wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Forschungsprojekt Verläufe und Faktoren der Konstitution demokratischer politischer Identität in nachdiktatorischen Gesellschaften von Prof. Gesine Schwan an der FU Berlin. Publikationen u.a. : Das Konzept des Sozialkapitals. Eine demokratietheoretische Analyse, Campus Verlag, Frankfurt a.M./New York 2009. Gerechtigkeit und Wohlwollen. Bürgerliches Tugendverständnis nach Kant, Campus Verlag, Frankfurt a.M./New York 1999.
Tarek Al-Wazir ist Vorsitzender der hessischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Im September 2007 erfolgte zudem die Wahl zum Landesvorsitzenden der Partei. Er ist außerdem Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Offenbach am Main.
Andreas Niederberger ist Außerplanmäßiger Professor am Institut für Philosophie. Er forscht zu Zusammenhängen der Politischen Philosophie und Theorie (v.a. Politische Philosophie Internationaler Beziehungen, Demokratietheorie, Geschichte der politischen Philosophie, Rechtsphilosophie, Gerechtigkeitstheorien), der Ethik (v.a. Autonomie, Internalismus/Externalismus, Kant), der Handlungstheorie (v.a. Intentionalität, Kollektive Intentionalität, Soziales Handeln, Habermas) und zur Sozialphilosophie (u.a. Geschichte und Zukunft der Kritischen Theorie). Publikationen u.a.: Demokratie unter Bedingungen der Weltgesellschaft? Normative Grundlagen legitimer Herrschaft in einer globalen politischen Ordnung, Berlin, New York: De Gruyter 2009. Kontingenz und Vernunft. Grundlagen einer Theorie kommunikativen Handelns im Anschluss an Habermas und Merleau-Ponty, Freiburg/Brsg.: Alber 2007.
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 | Release polar 7: Lesung – Diskussion – Party Ohne Orte. Die Zukunft der Demokratie | | Samstag, 31. Oktober 2009, 19.30 Uhr / Sophiensaele Um die Demokratie ist es hierzulande ruhig geworden. Zu ruhig. Und selbst im Wahlkampf ist von politischer Auseinandersetzung nichts zu spüren. Unter Bedingungen zerfasernder Staatlichkeit verändern sich die Orte politischer Entscheidung ebenso wie deren Spielregeln. Die Rolle der Medien hat sich verändert, das Fünf-Parteien-System gehört der Vergangenheit an, Experten und Kommissionen definieren, was dem Gemeinwohl vermeintlich förderlich ist. Gleichzeitig entstehen neue Orte, neue Formen und neue Öffentlichkeiten.
polar fragt einen Monat nach den Bundestagswahlen in den Sophiensaelen: Wie steht es um die Zukunft unserer Demokratie? Wo liegen Chancen und Potenziale, wo Risiken und Gefährdungen? Was erwarten wir von den Parteien? Was von „sozialen Bewegungen“? Was lässt sich noch auf nationaler Ebene regeln, was gehört auf die lokale Ebene und welche Rolle spielt Europa für die Demokratie der Zukunft? Diese Fragen diskutieren wir mit Interessanten Gästen, die uns weiter helfen könnten.
polarkreis eV feiert die siebte Ausgabe in den Sophiensaelen mit Kurzpräsentation, Lesung, Podiumsdiskussion und anschließender Party.
Lesung: Daniela Dröscher („Die Lichter des George Psalmanazar“)
Diskussion:
Christoph Möllers (Rechtswissenschaftler, „Demokratie. Zumutungen und Versprechen“), angefr.
Rebecca Harms (Vorsitzende der Grünen Fraktion im Europäischen Parlament)
Thomas Leif (Journalist, „Angepasst und ausgebrannt. Die Parteien in der Nachwuchsfalle“), angefr.
u.a.
Party: polar-DJ-Team
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 | Release polar 6: Lesung – Diskussion – Party Wie leben. Ökologie und Freiheit. | Sonntag, 17. Mai 2009, 20 Uhr / SophiensaeleDie Arktis schmilzt. Wirbelstürme verwüsten Regionen. Szenarien einer Klimakatastrophe sind allgegenwärtig. Völlig unklar ist, welche sozialen Konsequenzen die Klimazerstörung aber auch eine klimafreundliche Politik haben. Setzen die einen auf technologische Lösungen, fordern andere einen tiefgreifenden kulturellen Wandel. Auf dem Spiel steht dabei nicht nur das Klima, sondern auch Freiheit und Gerechtigkeit. Mit der Ökologie sprechen wir grundsätzlich über unser Verständnis von „Natur“. Was ist »das Natürliche«? Beschreibung, Konstruktion, Maßstab? Die Natur braucht uns nicht und wird uns überleben. Was aber ist die Natur ohne uns? Die ökologische Frage muss sich als soziale Frage gegen den Naturalismus selbst emanzipieren. Wie leben?
polarkreis eV feiert die sechste Ausgabe in den Sophiensaelen mit Kurzpräsentation, Lesung, Podiumsdiskussion und anschließender Party.
Lesung: Alban Lefranc („Angriffe“)
Diskussion: Renate Künast, Peter Unfried (taz) (angefragt) u.a.
Party: polar-DJ-Team
Alban Lefranc, 1975, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Paris und ist Mitherausgber der deutsch-französischen Literaturzeitschrift La mer gelée (www.lamergelee.com). Anfang 2009 erschien sein neuster Roman Vous n’étiez pas là bei Verticales/Gallimard. Alle literarischen Momente im Heft entstammen der deutschen Übersetzung seiner Romantrilogie Angriffe (Blumenbar 2008).
Peter Unfried, 1963, ist stellvertretender Chefredakteur der taz. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.
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 | Sonntag, 8.12.2008, 19:30 Uhr, Karl Marx Buchhandlung Frankfurt am Main Politik der Freundschaft | Veranstaltung zum Erscheinen der fünften Ausgabe von polar. Halbjahresmagazin für Politik, Theorie, Alltag
Freundschaft, klar. Dazu hat jeder was zu sagen. Angesichts ihrer alltäglichen und gesellschaftlichen Bedeutung überrascht es jedoch, wie wenig Freundschaft Gegenstand von theoretischer Reflexion und politischer Debatte ist. Als wolle man ihre Intimität nicht durch das öffentliche Wort gefährden. Was ist Freundschaft? Welche Erfahrungen, Erwartungen und gesellschaftlichen Funktionen sind mit ihr verbunden, in Politik, Kunst, Wissenschaft und Alltag? Was könnte und sollte Freundschaft sein? Ohne Grund? Privates Rückzugsgebiet aus einer Welt der Zwecke und Zwänge? Neue Solidarstruktur, die zunehmend alte Ordnungen wechselseitiger Hilfeleistungen ersetzt? Oder doch gleich Netzwerk? Und was passiert, wenn Freundschaften in Wahlkämpfen zum öffentlichen Thema und in Seilschaften politisch wirksam werden? Könnte es eine Form von Politik geben, die dem Anspruch und dem Versprechen der Freundschaft gerecht wird? Mo., 8. Dezember 2008 // 19.30 Uhr Heftvorstellung: PETER SILLER und MARTIN SAAR (polar) sowie Diskussion mit MARTIN SEEL (Philosoph) TOM KOENIGS (Politiker) KATRINA BLINDOW (Philosophin/Soziologin) Ort: karl marx buchhandlung jordanstraße 11 60486 frankfurt am main tel.: 069/778807 | 
 | Sonntag, 13.4.2008, 19:00 Uhr, Sophiensaele Berlin, Sophienstrasse 18 „Tun und Lassen – Über Arbeiten.“ | Präsentation der vierten Ausgabe von polar, Halbjahresmagazin für Politik – Theorie – Alltag Podiumsdiskussion mit Holm Friebe (Autor, „Wir nennen es Arbeit - die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung“), Klaus Dörre (Professor für Arbeitssoziologie, Universität Jena, Hg. von „Prekäre Arbeit“ und „Unterschichten? Prekariat? Klassen?“ u.v.a.), Peter Siller (polar) und Ramona Pop (MdL Berlin). Anschließend Party mit den DJs Julie Miess (Britta) und Jens Friebe polar #4 geht es um Arbeit als Tätigkeit, als Medium der sozialen Teilhabe, als Ausbeutung und Aneignung, als Schaffung von Reichtum und Elend, Stiftung von Sinn und Entfremdung, Institution und Imagination. Wie üblich diskutiert polar das Thema aus philosophischer, politischer und kultureller Perspektive. Das Heft handelt unter anderem vom Wandel der Arbeitsformen und Arbeitsfelder, von der Stellung der Arbeit im Leben der einzelnen und in ihren sozialen und kulturellen Milieus. In Texten und Interviews kommen Axel Honneth, Anton Leist, Robert Castel, Toni Negri, Holm Friebe, Katrin Göring-Eckart, Katja Kipping u.v.a. zu Wort.
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 | Samstag, 17. November 2007, 19.30 Uhr // Sophiensaele Berlin „woran glauben – Religion & Kritik“ | Vorstellung / Diskussion / Party zum Erscheinen der dritten Ausgabe von polar - Halbjahresmagazin für Politik, Theorie, Alltag 19:30-20:00 Vorstellung von polar #320:00-21:30 Podiumsdiskussion mit Hilal Sezgin (Autorin; u.a. taz & Zeit), Otto Kallscheuer (Politologe und Autor; u.a. FAZ & Zeit) und Hauke Brunkhorst (Soziologe, Uni Flensburg) ab 21:30 Party Starker Auftritt in den letzten Jahren, zumindest in den Feuilletons, Magazinen und Bücherlisten der letzten Jahre: Comeback der Religion? Die realen Zahlen der Religionsausübung in Deutschland bestätigen die Diagnose nicht, doch in öffentlichen Debatten zu Kultur und Politik spielt Gott wieder mit. Nachdem der Blick des säkularisierten europäisch-urbanen Intellektuellen die Religion bisher eher im Zusammenhang mit Identität und Pluralismus, Terrorismus und Kulturkampf-Ideologie diskutierte, scheint er sich nun neubürgerlich zurückzuwenden: Religiöse Sinnstiftung wird plötzlich auch in der angeblich kalt aufgeklärten Moderne wieder vermißt. Die diskursive Gegenbewegung eines Revivals der alten radikalen Religionskritik bleibt bisher publizistisch eher auf die USA beschränkt. Polar diskutiert das grundsätzliche Verhältnis von Religion und Kritik, Religion als Quelle von Gesellschaftskritik, Religion als Ziel radikaler Autoritätskritik, Religion als Sinnressource für Vernunftkritik.Die 'neue' Religiosität bleibt dabei keine Privatsache, sondern besetzt auch eine neue Öffentlichkeit in durchaus ambivalenter Weise. Das Gefühl ökonomischer und terroristischer Bedrohung scheint nicht nur ein soziales, sondern auch ein neues transzendentales Sicherheitsbegehren hervorzubringen. Religion wird so nach Innen affirmativ als Stabilisator und Gemeinschaftsspender herangezogen und nach außen distinktiv mit Bedrohungsszenarien verbunden. In Deutschland werden öffentliche Bekenntnisse stark mit der sozialen Funktion von Religion begründet. Religion wird angeführt als Vergemeinschaftungsoption, als nicht garantierbare Voraussetzung für den liberalen Rechtsstaat oder als Kitt für die Zivilgesellschaft. Lässt sich dieser Zusammenhang nachweisen? Ist Gott also eine notwenige Erfindung? Oder eben doch nur Opium fürs Volk? Selbst die Gläubigen, denen die Frage 'Wozu Gott?' eigentlich fremd sein sollte, unterstreichen den Nutzen von Religion gerne mit immer neuen Varianten einer Verfalls- und Atomisierungskritik. Oder sollten sich Solidarität und Liebe nicht besser unmittelbar auf den Menschen beziehen, also immanent gedacht werden, ohne Gott? Über gesellschaftliche Entwicklung und Funktion hinaus stellt sich die Frage nach dem Unverfügbaren, dem Zweckfreien, dem vielbeschworenen „Sinn". Der Glaube an einen „Schöpfer", ein „absolutes Wesen" jenseits des Menschen ist heute gesellschaftlich alles andere als selbstverständlich. Der Lautstärke öffentlicher Bekenntnisse steht eine seltsame Sprachlosigkeit über die Gründe des Glaubens entgegen. Dementsprechend findet auch Religionskritik heute selten das nötige Gehör. Eine öffentliche Auseinandersetzung über Glauben erfordert Streitbarkeit auch hinsichtlich den „letzten Dingen" und ein hohes Bewusstsein für Toleranz. Daran scheitern Missionare ebenso wie Jakobiner. Ort: Sophiensaele Berlin Sophienstraße 18, 10178 Berlin-Mitte U-Bahn Weinmeisterstraße, S-Bahn Hackescher Markt, S-Bahn Oranienburger Straße | 
 | Freitag, 12. Oktober 2007 // 19.30 Uhr // Kunstverein Frankfurt am Main Baustelle Öffentlichkeit. Interventions-Strategien politisch-kultureller Zeitschriften | polarNacht im Frankfurter Kunstverein: Diskussion – Lesung – Party eine Veranstaltung von polarkreis e.V. und dem Campus-Verlag im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Zur apathischen Öffentlichkeit, die sich mit Häppchenjournalismus von den immer gleichen Caterern abspeisen lässt, fiel der Kulturlinken lange nichts ein als: Distanz wahren, Freunde treffen gehen, auf die Komplexität der gegenwärtigen Situation verweisen. Derweil schreitet der Konzentrationsprozess in der deutschsprachigen Presselandschaft voran, viele ambitionierte publizistische Projekte der vergangenen Jahrzehnte sind eingegangen oder wurden aufgekauft. An diesem Abend geht es um Reaktion und Revision: Eine Bewegung ins Offene hat die kürzlich gegründete Zeitschrift polar in ihrem ersten Editorial gefordert. In diesem Sinne fragen wir: Wie stehen aktuelle publizistische Projekte aus Politik und Kultur zur Öffentlichkeit? Welches publizistische Selbstverständnis ist im Spiel? Welche (auch ökonomischen) Konsequenzen hat für sie der Medienwandel? Gibt es mögliche gesellschaftliche Allianzen und (internationale) Netzwerke – und wann sind sie überhaupt sinnvoll? Der Abend verspricht eine spannende Debatte über gegenwärtige Strategien und künftige Entwicklungslinien kritischer Publizität im deutschsprachigen Raum. Die Veranstaltung dient zudem dazu, aktuelle Projekte vorzustellen und kennenzulernen.
Gäste: Peter Siller, Bertram Keller (polar), Georg Schöllhammer (documenta magazines/springerin), Gerald Raunig (eipcp.net/transversal), Michaela Adelberger (eurozine), Thomas Palzer (Autor/Filmemacher, BR 2 Zeitschriftenrundschau). Moderation: Roman Schmidt.
Im Anschluss (ca. 21.30 Uhr): Lesung und Party (polar-DJ-Team) aus Anlass des Erscheinens von polar#3 („Religion und Kritik“)
Ort: Café im Frankfurter Kunstverein Steinernes Haus am Römerberg Markt 44, 60311 Frankfurt am Main | 
 | 2. Juli 2007 // 19:30 Uhr // Kölnischer Kunstverein Feindliche Übernahme? Kunst und Ökonomisierung | Vor rund 200 Jahren wurde die Autonomie der Kunst erfunden. Heute herrschst Narrenfreiheit, denn der Markt liebt die Abweichung, das Schräge und Nonkonforme. Wenn aber alles liberalisiert ist, was ist ästhetische Freiheit dann noch wert? Wie kann sich die Kunst behaupten gegen das kommerzielle Gebot des größtmöglichen Aufmerksamkeitsgewinns? Kunstwerke, Bühnenwerke und literarische Texte haben ihren legitimen ökonomischen Wert und müssen sich verkaufen. Was aber können sie dann noch leisten als kritische Instanz gegen Effizienzdenken und Neoliberalismus? Wie kann Kunst reagieren auf die scheinbar alles durchdringende Ökonomisierung unserer Lebenswelt? Anlässlich des Erscheinens der zweiten Nummer der Zeitschrift polar diskutieren Repräsentanten der bildenden Kunst, des Theaters und der Literatur: Anja Nathan-Dorn (Kölnischer Kunstverein, Direktorin) Rita Thiele (Schauspiel Köln, Chefdramaturgin) Jo Lendle (Dumont Verlag, Lektor und Autor). Moderation: Martin Saar (polarkreis e.V., Philosoph und Politologe, Frankfurt/M.) Ort: Kölnischer Kunstverein Die Brücke Hahnenstraße 6 50667 Köln | 
 | 19. April 2007 // 18.00 bis 22.00 // Institut für Sozialforschung Frankfurt a. M. Sozialphilosophie & Kritik | Eine Diskussionsveranstaltung des Instituts für Sozialforschung in Kooperation mit der Zeitschrift polarmit: Rahel Jaeggi (Frankfurt a. M., Autorin von Entfremdung, Campus Verlag 2005); Arnd Pollmann (Magdeburg und Berlin, Autor von Integrität, transcript Verlag 2005); Norbert Axel Richter (Berlin, Autor von Grenzen der Ordnung, Campus Verlag 2005); Martin Saar (Frankfurt a. M., Autor von Genealogie als Kritik, Campus Verlag 2007) Moderation: Sidonia Blättler (IfS) und Robin Celikates (Gießen und Berlin) Seit einigen Jahren ist die ältere Debatte um die angemessenen Formen der Kritik neu in Fahrt gekommen: Die methodologische Ansprüche sind gestiegen und neue Theorieparadigmen unverzichtbare Bezugspunkte geworden. Es bleiben schwierige Fragen: Mit welchen Methoden, Begriffen und zeitdiagnostischen Thesen lassen sich heute soziale Prozesse und Dynamiken angemessen beschreiben? In welchem Verhältnis stehen Darstellung und Kritik, Theorie und Praxis? Welche Normen orientieren oder fundieren gar das kritische Erkenntnisinteresse? Welchen Ort besetzen die Sozialphilosophin und der Gesellschaftskritiker eigentlich selbst?Die hier versammelten AutorInnen sind sich nicht einig. Sie haben ihre Bücher mit-, aber auch gegeneinander geschrieben. Gegenseitig stellen sie die Hauptthesen ihrer systematischen Entwürfe vor und streiten um die Methoden, die Reichweite und Zukunft der Kritik. Veranstaltungsort: Institut für Sozialforschung Sitzungsraum I Senckenberganlage 26 60325 Frankfurt am Main
Mit freundlicher Unterstützung des Campus Verlags | 
 | 10. April 2007 // 19.30 Uhr // Sophiensaele Berlin Was zählt. Ökonomisierung
| Veranstaltung zum Erscheinen der zweiten Ausgabe von „polar. Halbjahresmagazin für Politik, Theorie, Alltag“. Podiumsdiskussion mit Hartmut Rosa (Uni Jena), Ulrike Herrmann (taz) und Joseph Vogl (HU Berlin). Anschließend: Konzert und Party mit der James Hobrecht Mafia Ort: Sophiensaele Berlin, Sophienstraße 18, 10178 Berlin-Mitte (U-Bahn Weinmeisterstraße, S-Bahn Hackescher Markt, S-Bahn Oranienburger Straße) "Was zählt – Ökonomisierung"Ökonomie bestimmt unser Leben. Es geht dabei nicht mehr nur um Wohlstand undseine Verteilung, um Millionenerbe, Vorstandsabfindung oder Billiglöhne. Auch Gesundheit, Bildung und Kunst sind heute zunehmend »ökonomisiert«. Wirtschaft wird dabei kaum mehr als politische Frage begriffen. Manager steuern, evaluieren und verbessern. Volkswirte analysieren. Der Sachzwang regiert. Die politische Ökonomie ist tot. Es lebe die politische Ökonomie!Der Kapitalismus wandelt sich rasend – und damit auch die Formen seiner Kritik. Wie lässt sich diese Transformation beschreiben? Wie kann die Demokratie unter den Bedingungen ökonomischer Beschleunigung verteidigt werden? Ökonomie ist global und existiert nur im Plural. Wie verläuft die Transformation Europas und anderer Regionen?
Programm: 19:30-20:00: Vorstellung von polar #2 20:00-22:00: Podiumsdiskussion ab 22:00: Konzert und Party | 
 | 10. Oktober 2006 // 20.00 Uhr // Haus Dreiundsiebzig // Hamburg Was fehlt. Politisierung. | In Zeiten von Hartz IV und Rentenkrise werden Menschen politischer. Aber wo ist "Politik"? Dieser Frage gehen AutorInnen in der ersten Ausgabe des Magazins polar nach, welche an dem Abend präsentiert wird. polar hat sich in Institutionen und Museen, bei Demonstrationen und Konzerten umgesehen und überall Politisches entdeckt. In Hamburg ist der Autor Ric Graf zu Gast bei polar. Ric Graf beschreibt in 'i:cool' seine Generation der Mitte der 80er Geborenen als eine 'prekäre Generation' zwischen Wohlstand und Unsicherheit, oberflächlichen Kontakten und tiefer Einsamkeit, zwischen Club und Cappuccino. Was hat Politisierung für diese Generation zu bedeuten? Wo sind die Orte des Politischen?Programm 20.00 Präsentation polar#1 'Politisierung' 20.30 Lesung Ric Graf aus i:Cool 21.00 Gespräch zwischen Peter Siller (polar) und Ric Graf über die Orte des Politischen 21.30 Offene Debatte mit dem Publikumdanach danach: Konzert
mehr unter: http://www.dreiundsiebzig.de | 
 | 13. September 2006 // 19.30 Uhr // Sophiensaele Berlin Was fehlt. Politisierung.
| Kick-Off-Veranstaltung zur ersten Ausgabe der Zeitschrift „polar. Halbjahresmagazin für Politik, Theorie, Alltag"Lesungen mit Feridun Zaimoglu und Kathrin Röggla Podiumsdiskussion mit Robert Misik, Hilal Sezgin, Peter Siller, Rahel Jaeggi u.a. anschließendParty mit DJ Tobias Rapp (taz).
Überall beschworen und allgemein verschwommen: Wo ist „Politik"? Manchmal scheint sie im hohen Haus stattzufinden, gelegentlich auf dem platten NoGo-Land, mitunter auf globalen Biennalen. Schengenraum, Bürger-Blog, Grundeinkommen, Sofabilder, Sweatshops, hochpolitische Soundflächen, Arbeit für Alle, Grenzwälle, ewiges Eigentum, inter-, trans- und supranationale Ströme, Exklusion der Verlierer, globaler Reichtum. Angesichts des Geschehens wird demokratische Kontrolle eindeutig anstrengender. Angeblich ist parlamentarische Politik bereits abgemeldet. „Beitragsbemessungsgrenzen", „Kettenduldungs- regelungen", „Netznutzungsentgelte". Vielleicht ist das gar keine „echte" Politik und die selbstzufriedenen Protagonisten machen sich lächerlich in ihrer simulierenden Behauptung, heute noch demokratische Politik in den dafür vorgesehenen Institutionen betreiben zu können. Doch Verbände, Assoziationen, Initiativen und Nicht- Regierungsorganisationen sind in bisher ungekannter Zahl in Berlin und Brüssel präsent, und die mediale Berichterstattung über Politik einschließlich diskutierender Nachbereitung in unzähligen Talksshows sorgt für ein Höchstmaß an Öffentlichkeit der institutionellen Politik. Politisch will auch die Kunst immer wieder sein, seit Jahren haben politische Formen, Inhalte, Interventionen Konjunktur auf dem Feld der internationalen Großausstellungen und Messen. Auch der boomende Kunstmarkt verschmäht sie nicht, die „politische" Kunst. Gleichzeitig drängt sich die Diagnose einer breiten gesellschaftlichen Entpolitisierung auf, gemessen vermutlich an einer idealisierten 68er Phantasie und den sozialen Bewegungen der 70er, wogegen die heutige Berliner Politikszene mit ihren Agenturen, Netzwerkern, Think Tanks, Pressemitteilungen und Beraterfirmen wie die ökonomistische Katastrophe erscheint. Gerne balgt man sich auch weiterhin um die so attraktive Rebellenpose. Vielleicht gehört die heute nicht mehr den routiniert Hotelzimmer zertrümmernden Popstars, den Provokationspäpsten der Theaterlandschaft oder den vor der Kamera „linke Tabus" brechenden Renegaten, sondern dem Steuerbuchhalter. 19:30-19:45 Vorstellung von polar 19:45-20:30 Lesung und Diskussion mit Feridun Zaimoglu 20:30–22:30 Podiumsdiskussion: Orte des Politischen mit Robert Misik, Hilal Sezgin, Peter Siller, Rahel Jaeggi u.a. 22:30-23:30 Lesung und Diskussion mit Kathrin Röggla danach Party mit DJ Tobias Rapp
Ort:Sophienstraße 18, 10178 Berlin-Mitte U-Bahn Weinmeisterstraße, S-Bahn Hackescher Markt, S-Bahn Oranienburger Straße Wir danken den Sophiensaelen Berlin herzlich für ihre Kooperation. | 
 | Fr. 10. Dezember 2004 // 20-22.30 Uhr // Atelier Frankfurt Kongress Repolitisierung | Die Wiederkehr des Politischen in Gesellschaft und Kultur
Ende der Alternativen?Der Markt und sein Preis
Ein am ökonomischen Nutzen orientiertes Denken setzt sich inzwischen in immer mehr Lebensbereichen durch. Bildung, Kunst, Gesundheit, Liebe - die Ökonomisierung betrifft Bereiche in der Gesellschaft, die bis vor kurzem noch dem Prinzip der Gewinnmaximierung entzogen waren. Wir selbst stehen unter verstärktem Druck zur Vermarktung - eine Entwicklung, die sich schlagwortartig in der Rede von der Ich-AG zeigt. Wie stellen sich diese Entwicklungen in verschiedenen Lebensbereichen dar? Schaffen sie neue Freiheiten oder verstärken sie alte Zwänge? Verschwinden die Grenzen zwischen Privatsphäre und Arbeitswelt? Und: Unterwandert die Marktlogik die Demokratie?
Dany Cohn-Bendit, MdEP Axel Honneth, Universität Frankfurt a.M. Isabelle Graw, Städelschule Frankfurt Hartmut Rosa, Universität Essen Elisabeth Schweeger, Intendantin Schauspiel Frankfurt Moderation: Peter Siller, polar
Party ab 22:30 Uhr
Polar-DJ-Team
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 | Sa. 13. November 2004 // Kunst Werke Berlin // Augustsrasse 69 Kongress Repolitisierung
| Die Wiederkehr des Politischen in Gesellschaft und Kultur 17:00 -19:00 Uhr
Rückkehr des Politischen?
Engegemant und Enttäuschung im öffentlichen Raum
Es soll erörtert werden, in welcher Form und aus welchen Gründen sich ein verstärktes Interesse an Politik in den letzten Jahren äussert. Das betrifft sowohl die angestammten institutionellen Formen politischer Partizipation, als auch ausserparlamentarische Initiativen und Organisationen sowie die mediale Präsenz von Politik. Politik wird dabei nicht im engeren Sinne der Tagespolitik sondern im umfassenden der Partizipation an der öffentlichen Auseinandersetzung um demokratische Selbstbestimmung sowie die Verfolgung und den Ausgleich von Interessen definiert.
Heinz Bude, Hamburger Institut für Sozialforschung Feridun Zaimoglu, Schriftsteller Carolin Emcke, Journalistin und Autorin Thomas Seibert, medico international Moderation: Peter Siller, polar
20:00 - 22:30 Uhr
State of the Art?
Die Politik der Kunst
In den kulturellen Subsphären stellt sich die Sache differenziert dar. Während etwa im Bereich international wahrgenommener und zirkulierender bildender Kunst politische Themen omnipräsent sind und waren, können wir in Theater, Film und Populärkultur sicher Konjunkturen des Politischen feststellen. Wandlungen unterliegt sicher auch die Form in der Politisches in der Kunst auftaucht. Als politisch wahrgenommene Inhalte können zu leeren, appelativen und letztlich unpolitischen Ritualen verkommen während im Rückzug auf das Formale auch politische Gesten liegen können.
Christoph Menke, Universität Potsdam Diedrich Diederichsen, Merz Akademie Stuttgart Carl Hegemann, Volksbühne Berlin Alice Creischer, Künstlerin, Berlin Tom Tykwer, Filmregisseur, Berlin Moderation: Rahel Jaeggi, polar
Party ab 22:30 Uhr Polar-DJ-Team
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